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Ohrakupunktur
Die Ohrakupunktur ist das Ergebnis jahrtausendelanger Entwicklung und Erfahrung. Der Franzose Paul Nogier perfektionierte dies, indem er schulmedizinisches Wissen integrierte und eine topographische Karte des Ohres entwickelte. Demnach befinden sich über 100 Reflexpunkte innerhalb des Ohres, die mit Organen oder speziellen Körperfunktionen in Verbindung stehen. Ein mechanischer Reiz dieser Punkte durch Nadelung wird direkt über das Nervensystem an das korrespondierende Organ weitergeleitet und löst dort eine therapeutische Wirkung aus. Damit wird die Eigenregulation des Organismus aktiviert mit dem Ziel, das körperliche Gleichgewicht ohne unerwünschte Nebenwirkungen wiederherzustellen. Anwendung Grundsätzlich kann die Ohrakupunktur bei nahezu allen Erkrankungen lindernd und unterstützend eingesetzt werden, auch in Kombination mit anderen Therapien. Sie ist eine unglaublich wirksame und schnelle Behandlungsmethode für den akuten und chronischen Fall. Besonders erfolgsversprechend kann sie bei Schmerzen und anderen Beschwerden des Bewegungsapparats eingesetzt werden. Bei Suchterkrankungen hilft sie den Betroffenen bei der körperlichen Entwöhnung und regt Entgiftungsmechanismen an. Auch auf psychosomatische Beschwerden wie Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich, Kopfschmerzen oder Schlafprobleme hat die Ohrakupunktur einen beruhigenden und ausgleichenden Effekt. Eine Kontraindikation besteht bei • Notfällen (z.B. Appendizitis) • Entzündungen und Verletzungen des Ohres • Schwangerschaft • während der Menstruation • unmittelbar nach großen psychischen oder physischen Anstrengungen |